{"id":15,"date":"2013-01-15T22:42:23","date_gmt":"2013-01-15T20:42:23","guid":{"rendered":"https:\/\/casino-gesellschaft-oldenburg.org\/wp1\/?page_id=15"},"modified":"2015-04-30T17:16:20","modified_gmt":"2015-04-30T15:16:20","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/casino-gesellschaft-oldenburg.de\/?page_id=15","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h3><a name=\"anfang\"><\/a><br \/>\n<em><strong>Die Geschichte der Casino-Gesellschaft Oldenburg<\/strong><\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.casino-gesellschaft-oldenburg.de\/clear.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"5\" border=\"0\" \/><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<h4><a href=\"#eins\">Wie alles begann<br \/>\n<\/a><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><a href=\"#zwei\">Der Bau des Casino-Geb\u00e4udes<\/a><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><a href=\"#drei\">Das zweite Clubhaus<\/a><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><a href=\"#vier\">Das 200-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um<\/a><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><a href=\"#fuenf\">Das 225-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um<\/a><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<h2><a name=\"eins\"><\/a>Wie alles begann&#8230;<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Casino-Gesellschaft Oldenburg besteht seit mehr als 225 Jahren. Sie wurde am 10. Januar 1785 von 78 Herren des Oldenburger B\u00fcrgertums gegr\u00fcndet, die einem Aufruf an die gebildeteren Einwohner der Stadt Oldenburg zur Gr\u00fcndung eines neuen Clubs gefolgt waren, in dem es unter Hinweis auf die Annehmlichkeiten und Vorz\u00fcge der englischen Clubs und der holl\u00e4ndischen Soziet\u00e4ten hie\u00df:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u201eDie Hauptabsicht dieses neuen Clubs w\u00fcrde dahin gerichtet seyn m\u00fcssen, da\u00df man stets bei Erholungsstunden einen Zufluchtsort habe, wohin man nach eignem Gefallen stundenlang oder auf einige Augenblicke gehen k\u00f6nne, um entweder eine Spielparthie zu machen oder bei einer Pfeife Taback mannigfaltigen Unterhalt in vermischter Gesellschaft zu finden. Um den Stoff zur Unterhaltung sehr reichhaltig zu machen, w\u00fcrden allerhand politische und gelehrte Zeitungen und Journale anzuschaffen sein, und zwar besonders auch solche, die sonst gew\u00f6hnlich hier nicht gelesen werden.\u201c<\/i><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.casino-gesellschaft-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte\/casinoplatz.gif\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"147\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Initiator des Gr\u00fcndungsaufrufs war der 29-j\u00e4hrige Legations- und Kammerrat Christian Sch\u00fctte von Sch\u00fcttdorff. Vereinigungen dieser Art zur Pflege der Geselligkeit und der Vermittlung von Wissen und h\u00f6herer Bildung entstanden in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts als Folge der Aufkl\u00e4rung in vielen St\u00e4dten Europas, so auch in Berlin. Dort hat sich die \u201eCasino-Gesellschaft zu Berlin von 1786\u201c, die als \u201egesellige Vereinigung zur wissenschaftlichen Belehrung gebildeter M\u00e4nner\u201c gegr\u00fcndet worden ist, ebenfalls bis heute erhalten. Die in Oldenburg gegr\u00fcndete Vereinigung f\u00fchrte in den ersten Jahrzehnten den Namen \u201eGro\u00dfer Club\u201c und wurde im Umgang vielfach nach dem Clublokal als\u201evon Hartenscher Club\u201c bezeichnet. Schon nach einem Jahr hatte der Club mehr als 120 Mitglieder. Die Tagungslokalit\u00e4ten wurden von den Clubmitgliedern vielfach als unzureichend und unbequem empfunden. Der Gastwirt von Harten sah sich immer wieder veranlasst, sein Clublokal in der Langen Stra\u00dfe nach den W\u00fcnschen des Clubs umzubauen und durch Anbauten zu erweitern, nachhaltig zufriedenstellen konnte er die Besucher aber nicht. Steile Treppen, schmale G\u00e4nge und bisweilen \u00fcble Ger\u00fcche verst\u00e4rkten den dringenden Wunsch nach einem eigenen Clubhaus. Als nach dem Ende der franz\u00f6sischen Besatzung 1813 und der R\u00fcckkehr des Herzogs Peter Friedrich Ludwig mit der Aufstellung eines eigenst\u00e4ndigen Milit\u00e4rs begonnen wurde, erfreute sich der Gro\u00dfe Club, der von Anfang an als zivile b\u00fcrgerliche Vereinigung auch f\u00fcr Milit\u00e4rpersonen offen war, eines lebhaften Mitgliederzuwachses aus dem Kreise der Offiziere. Es gelang gleichwohl in den ersten f\u00fcnf Jahrzehnten nicht, die Hausbaupl\u00e4ne zu verwirklichen, da sich alle Finanzierungsmodelle letztlich als nicht tragf\u00e4hig erwiesen. So konnte denn die Festveranstaltung zum 50-j\u00e4hrigen Bestehen des Clubs am 10. Januar 1835 noch nicht im eigenen Haus gefeiert werden.<\/p>\n<h2><a name=\"zwei\"><\/a>Der Bau des Casino-Geb\u00e4udes<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den folgenden Jahren kam die Angelegenheit z\u00fcgig voran. In Oldenburg regierte ab 1829 S.K.H. Gro\u00dfherzog Paul Friedrich August (1783\u20131853), der ebenso wie sein Vater Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755\u20131829) bestrebt war, der Stadt durch Bauma\u00dfnahmen das Gepr\u00e4ge einer Residenz- und Garnisonstadt zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Baumeister und Stadtplaner, der sein besonderes Vertrauen genoss, war der Architekt Heinrich Strack d.\u00c4., der in den Jahren 1838 bis 1841 in allerh\u00f6chstem Auftrag mit der Planung und Errichtung des gro\u00dfen Krankenhauses an der Peterstra\u00dfe, das den Namen Peter Friedrich Ludwigs Hospital erhielt, befasst war. Es gab noch kein Milit\u00e4rkrankenhaus, und so brachte der Gro\u00dfherzog in einer landesherrlichen Verordnung vom 23. August 1841 wenige Wochen vor der Er\u00f6ffnung des neuen Krankenhauses seinen Willen zum Ausdruck, dass das Hospital als Staatsanstalt <i>\u201eder Aufnahme aller und jeder Personen vom Militair-<\/i> <i>und Civil-Stande ge\u00f6ffnet sei\u201c.<\/i><\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.casino-gesellschaft-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte\/clubhaus1876.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"140\" border=\"0\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab auch auf l\u00e4ngere Zeit noch kein eigentliches Offizierkasino, und so gefiel es dem Gro\u00dfherzog, da\u00df f\u00fcr die Offiziere die M\u00f6glichkeit bestand, Mitglied im zivilen Gro\u00dfen Club zu werden ebenso wie Beamte des Hofes. Prominentes Mitglied aus dem Kreise der Offiziere war Johann Ludwig Mosle, der schon als Zwanzigj\u00e4hriger 1814 dem Club beigetreten war, der sp\u00e4ter Oberstleutnant und Regimentskommandeur wurde und ein Vertrauter des Gro\u00dfherzogs war. Der Vorstand des Clubs bestellte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">aus den Reihen der Mitglieder eine Baukommission, deren Sprecher der Regimentskommandeur Johann Ludwig Mosle und der Bauinspektor Heinrich Strack d.\u00c4. waren. Sie unterbreiteten die Pl\u00e4ne zum Bau eines \u201eCivil-Casinos\u201c dem Landesherrn, der sich aufgeschlossen zeigte und als gro\u00dfz\u00fcgiger F\u00f6rderer erwies; er stellte ein Baugrundst\u00fcck in der N\u00e4he des Everstentores (heute Kasinoplatz) unentgeltlich zur Verf\u00fcgung und gew\u00e4hrte zinsg\u00fcnstige Darlehen f\u00fcr die Baukosten und die Ausstattung des Hauses. Mit der weiteren Planung und dem Bau des Casinos wurde Heinrich Strack d.\u00c4. beauftragt, der durch das noch im Bau befindliche Peter Friedrich Ludwigs Hospital schon erkennbar seine Begabung unter Beweis gestellt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1842, als die Bauarbeiten am Casino-Geb\u00e4ude fortgeschritten waren, gab sich der Club, der sich von nun an Casino-Gesellschaft Oldenburg nannte, eine neue Satzung, in der der Zweck der Gesellschaft wie folgt formuliert war:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u201eDie Gesellschaft hat keinen anderen Zweck, als durch gesellige Vergn\u00fcgungen und ein zweckm\u00e4\u00dfig eingerichtetes Leseinstitut gebildeten Personen aller St\u00e4nde Gelegenheit zur Erholung von ihren Berufsgesch\u00e4ften zu gew\u00e4hren.\u201c<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesellschaft wird in dieser Satzung als eine <i>\u201esogenannte juristische Person\u201c <\/i>bezeichnet. Wegen des Grunderwerbs war es<i> <\/i>erforderlich, dass die Gesellschaft Rechtsf\u00e4higkeit erlangte. Unter<i> <\/i>dem 8. Juli 1842 wurde dem Club-Directorium auf dessen Gesuch<i> <\/i>von der Hofkanzlei er\u00f6ffnet, <i>\u201eda\u00df Seine K\u00f6nigliche Hoheit der Gro\u00dfherzog mittelst H\u00f6chsten Rescripts vom 27. v.M. gn\u00e4digst geruht haben,\u201c <\/i>den entsprechenden Bestimmungen der Statuten<i> \u201eH\u00f6chst Ihre Landesherrliche Genehmigung zu ertheilen.\u201c <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende des Jahres 1842 war das stattliche Geb\u00e4ude fertiggestellt.<i> <\/i>Die Hauptfront war zum Kasinoplatz ausgerichtet und der zentrale<i> <\/i>Eingang mit dem S\u00e4ulenportal lag in der Verl\u00e4ngerung der<i> <\/i>Achse der Stra\u00dfe, die vom Schloss her kommt und die heute<i> <\/i>Schlossplatz hei\u00dft. Der Kasinoplatz war 1842\/43 einheitlich mit<i> <\/i>Bauwerken im klassizistischen Stil gestaltet, was auch den W\u00fcnschen<i> <\/i>des Landesherrn entsprach; das nach Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit<i> <\/i>herausragende Geb\u00e4ude war das Civil-Casino. Prunkst\u00fccke<i> <\/i>im Innern waren der 266 qm gro\u00dfe Festsaal, der durch zwei Geschosse<i> <\/i>ging, sowie das Lesezimmer, in dem alle wichtigen Zeitungen<i> <\/i>und Journale auslagen, und die Bibliothek. Es gab ein<i> <\/i>Restaurant mit K\u00fcche und Nebenr\u00e4umen, ein Fr\u00fchst\u00fcckszimmer,<i> <\/i>einen Billardraum, einen Spielsaal und Wohngelegenheit f\u00fcr<i> <\/i>den Casinowirt und Bedienstete.<i> <\/i>Das Haus wurde Weihnachten 1842 mit einer Festveranstaltung<i> <\/i>unter Anwesenheit der Gro\u00dfherzoglichen Familie feierlich er\u00f6ffnet.<i> <\/i>Es war sodann f\u00fcr \u00fcber hundert Jahre die Heimat der Gesellschaft,<i> <\/i>ein Sammelpunkt des gesellschaftlichen Lebens bei gro\u00dfen<i> <\/i>B\u00e4llen, Diners und geselligen Veranstaltungen des Bildungsb\u00fcrgertums<i> <\/i>sowie ein Zentrum des kulturellen Lebens in der<i> <\/i>Stadt Oldenburg. Nat\u00fcrlich gab es \u00fcber die Jahrzehnte ein Auf<i> <\/i>und Ab in der Entwicklung der Gesellschaft, nicht immer<i> <\/i>herrschte eitel Sonnenschein, es kam zu Dissonanzen in den Reihen<i> <\/i>der Mitglieder und zu Spannungen mit und in den Gremien,<i> <\/i>es gab Probleme mit der R\u00fcckzahlung der Kredite und mit der<i> <\/i>weiteren Bauunterhaltung, doch in der R\u00fcckschau \u00fcberwiegen<i> <\/i>deutlich die positiven Aspekte und man liegt sicher nicht falsch<i> <\/i>mit der Feststellung, dass die Zeit mit dem attraktiven Haus am<i> <\/i>Kasinoplatz eine gl\u00fcckliche Zeit f\u00fcr die Casino-Gesellschaft gewesen<i> <\/i>ist. Das \u00e4nderte sich grundlegend in der Zeit der nationalsozialistischen<i> <\/i>Macht; das gesellschaftliche Leben wandelte<i> <\/i>sich, es kam nach und nach zum Erliegen und erlosch nach<i> <\/i>dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.<\/p>\n<h2><a name=\"drei\"><\/a>Das zweite Clubhaus<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Krieg war die Gesellschaft ohne Heim. Die englische Besatzungsmacht hatte das Geb\u00e4ude beschlagnahmt und nutzte es u.a. als Store, als Warenlager und Verkaufsstelle. Die Besatzungssoldaten und ihre Angeh\u00f6rigen konnten hier einkaufen und die Verpflegungswagen der britischen Truppenteile wurden hier beladen. Nichts erinnerte mehr an den Glanz fr\u00fcherer Zeiten. Als das Haus Ende der 50er Jahre wieder freigegeben wurde, war es so verkommen, dass die Gesellschaft sich au\u00dferstande sah, das Objekt zu restaurieren und wieder als Casino-Haus zu nutzen. Die Bundesbank zeigte sich an dem Grundst\u00fcck interessiert und bot im Gegenzuge das Geb\u00e4ude der fr\u00fcheren Reichsbank am Staugraben 5 sowie eine Zuzahlung f\u00fcr die Umgestaltung dieses Hauses. So kam es dann auch. 1959 wurde das Civil-Casino abgerissen und gleich danach ein Neubau der Landeszentralbank auf dem Grundst\u00fcck Kasinoplatz 3 errichtet, der Anfang 1961 bezugsfertig war. Bis die Gesellschaft in ihr neues Haus am Staugraben 5 einziehen konnte, dauerte es noch ein wenig. Den R\u00fcckblick auf ihr 175-j\u00e4hriges Bestehen hielt sie in der Saison 1960\/61 auf einem Winterfest in der Weser-Ems-Halle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut zwei Jahrzehnte hatte die Gesellschaft sodann Freude an ihrem zweiten eigenen Heim, dann h\u00e4uften sich die Probleme mit der Bauunterhaltung und den Kosten f\u00fcr Teilsanierungen. Von den normalen Mitgliedsbeitr\u00e4gen waren die n\u00f6tigen Aufwendungen nicht zu finanzieren, die Mitglieder h\u00e4tten erhebliche Sonderzahlungen aufbringen m\u00fcssen. Es meldete sich ein Investor mit einem g\u00fcnstigen Kaufangebot, und so blieb der Gesellschaft in der Situation nichts anderes \u00fcbrig, als das Hausgrundst\u00fcck 1983 zu verkaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war ein Gl\u00fccksfall, dass gleich danach der F\u00fcrstenbau am Hauptbahnhof von der Casino-Gesellschaft gemeinsam mit Rotary- und Lions-Clubs angemietet werden konnte. Dort hat die Gesellschaft seitdem einen neuen Bezugspunkt gefunden. Dort finden die Generalversammlungen statt und dort versammeln sich die Mitglieder zu Vortragsveranstaltungen und zum gem\u00fctlichen Treffpunkt ohne besonderes Programm. Die Gesellschaft lebt nun schon seit fast drei Jahrzehnten ohne eigenes Haus und seitdem auch ohne finanzielle Sorgen, da aus dem Verkaufserl\u00f6s ein zu erhaltendes Verm\u00f6gen vorhanden ist, das Ertr\u00e4ge abwirft.<\/p>\n<h2><a name=\"vier\"><\/a>Das 200-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Jahr 1985 stand ganz im Zeichen des 200-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums. Es erschien eine Festschrift mit dem Titel \u201e200 Jahre Casino-Gesellschaft Oldenburg 1785\u20131985\u201c, herausgegeben im Auftrage der Gesellschaft von Werner Neumann-Nieschlag (Verlag Holzberg\/Isensee in Oldenburg). Die Festschrift enth\u00e4lt zu den verschiedenen Entwicklungsabschnitten der Gesellschaft Beitr\u00e4ge von Kurt Asche, Wilhelm Gilly, Egbert Koolman, Werner Neumann-Nieschlag, Erwin Noack und Klaus Schaap. Sie ist in erster Linie Informationsquelle f\u00fcr die in diesem kleinen Vorwort enthaltenen Mitteilungen. H\u00f6hepunkte im Jubil\u00e4umsjahr waren am 16. M\u00e4rz 1985 vormittags ein Festakt im F\u00fcrstenbau mit der Festansprache von Werner Neumann-Nieschlag und abends ein Jubil\u00e4umsdiner und Festball im Gesellschaftshaus W\u00f6bken, Hundsm\u00fchler Krug, sowie zum Ausklang des Jubil\u00e4umsjahres der Adventsball am 30. November 1985 ebenfalls im Gesellschaftshaus W\u00f6bken, wo dieser Ball seitdem allj\u00e4hrlich am Sonnabend vor dem ersten Advent gefeiert wird. Die Gesellschaft hatte seinerzeit nach dem Verzeichnis von Mitte 1985 207 Mitglieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Satzung ist zuletzt im Jahre 1990 \u00fcberarbeitet worden, veranlasst durch das Vereinsf\u00f6rderungsgesetz von 1989, und hat seitdem die in diesem Heft abgedruckte Fassung. Der Zweck der Gesellschaft und entsprechend das praktizierte Vereinsleben sind nunmehr ausf\u00fchrlicher beschrieben, die Bem\u00fchungen um die steuerliche Anerkennung als gemeinn\u00fctzige Gesellschaft waren allerdings erfolglos. Es stand damals nicht eine vollst\u00e4ndige Neufassung der Satzung zur Diskussion und so sind z.B. diejenigen Regelungen, die sich auf die Verwaltung des eigenen Hauses beziehen, unver\u00e4ndert erhalten geblieben. Die Gesellschaft hat auch zu keiner Zeit den Gedanken daran aufgegeben, bei passender Gelegenheit evtl. wieder ein eigenes Haus zu erwerben. Bis in die neuere Zeit hat sie den Frontriss des fr\u00fcheren gro\u00dfen Hauses als Signet im vereinsinternen Schriftverkehr verwendet, so auch auf der R\u00fcckseite des Umschlagdeckels dieses Heftes, um die Erinnerung an die Glanzzeit im eigenen gro\u00dfen Gesellschaftshaus wach zu halten. Inzwischen hat sich die Gesellschaft ein Wappen zugelegt, das im Briefkopf und allen anderen Druckerzeugnissen erscheint, so auch hier auf der Titelseite des Mitgliederverzeichnisses.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeiten, in denen durch das Jahr hindurch mehrere B\u00e4lle gefeiert und Diners veranstaltet wurden, sind vorbei. Die Gesellschaft musste sich im Laufe ihrer langen Geschichte immer wieder mit Ver\u00e4nderungen im allgemeinen gesellschaftlichen Leben auseinandersetzen und hat dadurch, dass sie sich beweglich zeigte, \u00fcberlebt. Das Veranstaltungsprogramm wird heute gepr\u00e4gt von Vortr\u00e4gen, von plattdeutschen und musikalischen Darbietungen, Museumsbesuchen, Firmenbesichtigungen, Ausfl\u00fcgen mit Kohlessen, Spargelessen, Wild- und Martinsgansessen, Tagesfahrten und mehrt\u00e4gigen Reisen. Diejenigen Mitglieder, die h\u00e4ufig teilnehmen und sich n\u00e4her kennenlernen, empfinden den angestrebten famili\u00e4ren Charakter der Veranstaltungen in freudiger und harmonischer Stimmung als angenehm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im F\u00fcrstensaal ergab sich die Gelegenheit, die der Casino-Gesellschaft geh\u00f6renden vier Gem\u00e4lde mit den Portr\u00e4ts der Gro\u00dfherz\u00f6ge, die in Oldenburg regiert haben und die, wie es in der Festschrift hei\u00dft, alle als Patrone und M\u00e4zene der Casino-Gesellschaft gelten d\u00fcrfen, aufzuh\u00e4ngen. Diese Gem\u00e4lde, die fr\u00fcher die W\u00e4nde im eigenen Clubhaus schm\u00fcckten, haben hier einen guten Platz gefunden. Andere Bilder aus dem Besitz der Casino-Gesellschaft, darunter Werke von Georg M\u00fcller vom Siel (\u201eFlu\u00dflandschaft\u201c und \u201eBlick vom Petersberg\u201c), Heinrich Schilking (\u201eM\u00fchlenteich\u201c), Richard tom Diek (6 Landschaftsbilder), sind seit dem Auszug aus dem Haus am Staugraben verschollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Festschrift sind die seit der Gr\u00fcndung der Casino-Gesellschaft stets engen Beziehungen zum Herrscherhaus n\u00e4her dargestellt mit der Bewertung, da\u00df die politischen Umw\u00e4lzungen von 1918 f\u00fcr die Gesellschaft so etwas wie einen Teilverlust ihrer historischen Identit\u00e4t bedeuteten. Die Gesellschaft hat nach wie vor Kontakt zu Angeh\u00f6rigen des Hauses Oldenburg, insbesondere zu S.H. Huno Herzog von Oldenburg, der sich der speziellen Aufgabe angenommen hat, das Wirken der \u201erussischen Oldenburger\u201c lebendig zu halten. Den Spuren der russischen Oldenburger folgten auch die Casino-Mitglieder auf ihren Reisen nach Ru\u00dfland, in die Ukraine und nach Finnland. Bei den Oldenburger Einrichtungen in St. Petersburg ist die Casino-Gesellschaft nicht unbekannt. Im Sommer 2001 haben Mitglieder der Casino-Gesellschaft bei der Gr\u00fcndung eines neuen Vereins, des Oldenburgisch-Russischen F\u00f6rdervereins e.V. (Vorsitzender: Huno Herzog von Oldenburg), mitgeholfen, indem sie dort Gr\u00fcndungsmitglieder geworden sind.<\/p>\n<h2><a name=\"fuenf\"><\/a>Das 225-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr 225-j\u00e4hriges Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um hat die Gesellschaft am 10. Januar 2010 mit einem Festakt im Oldenburgischen Staatstheater gefeiert. Die Festschrift ist im Isensee Verlag Oldenburg in einer Neuanfertigung wiedererschienen, diesmal mit den Jahreszahlen: 1785\u20132010. Sie ist im Auftrage der Gesellschaft herausgegeben von Klaus Schaap, der auch einen weiteren Aufsatz \u00fcber die Entwicklung der Gesellschaft bis in die heutige Zeit verfasst hat. Die Brosch\u00fcre enth\u00e4lt im \u00fcbrigen die vollst\u00e4ndigen, unver\u00e4nderten Texte der Ausgabe von 1985 sowie in einem Anhang eine Dokumentation des Festakts im Oldenburgischen Staatstheater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort ist auch der Festvortrag von Prof. Dr. Gerd Steinwascher zum Thema: \u201eAufgekl\u00e4rtes B\u00fcrgertum im absolutistischen Herzogtum \u2013 die Anf\u00e4nge der Casino-Gesellschaft Oldenburg\u201c wiedergegeben. Die Dokumentation zeigt auch, dass es Verbindungen zur Casino-Gesellschaft in Birkenfeld, dem fr\u00fcheren Landesteil im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg, und zur Casino-Gesellschaft in Berlin gibt. Die Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten sind mit einem Sommerfest im Garten und im Saal des Gesellschaftshauses W\u00f6bken am 26. Juni 2010 zu Ende gegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christian Sch\u00fctte von Sch\u00fcttdorff, der aufgrund seines Aufrufs als Gr\u00fcnder der Casino-Gesellschaft Oldenburg angesehen wird, ist schon im Jahre nach der Gr\u00fcndung am 17. April 1786 im 30. Lebensjahr gestorben. Seine \u2013 restaurierungsbed\u00fcrftige \u2013 Grabst\u00e4tte befindet sich auf dem Gertruden-Kirchhof in Oldenburg; die Casino-Gesellschaft initiiert die erforderlichen Sanierungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Casino-Gesellschaft, die schon seit 1842 aufgrund landesherrlicher Genehmigung rechtsf\u00e4hig ist, war nicht in das erst sp\u00e4ter geschaffene Vereinsregister einzutragen. Sie ist weiterhin bei der Verwaltungsbeh\u00f6rde registriert, und zwar nach der Aufl\u00f6sung der Bezirksregierungen in Niedersachsen zum Ende des Jahres 2004 nunmehr bei der Stadt Oldenburg (B\u00fcrger- und Ordnungsamt, Az. 2102). Sie ist in der Kulturdatenbank der Stadt Oldenburg aufgef\u00fchrt und ist Mitglied der Oldenburgischen Landschaft. Das archivw\u00fcrdige Material der Gesellschaft befindet sich im Staatsarchiv Oldenburg zum Bestand: Dep 116 Casino-Gesellschaft Oldenburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesellschaft hat heute 310 Mitglieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Internet ist sie erreichbar unter: www.Casino-Gesellschaft-Oldenburg.de.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr zur Geschichte der Casino-Gesellschaft Oldenburg unter <a href=\"https:\/\/casino-gesellschaft-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/225erFestschrift.pdf\" target=\"_blank\">Chronik 225 Jahre Casiono-Gesellschaft Oldenburg<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#anfang\">Wieder zum Anfang<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Casino-Gesellschaft Oldenburg Wie alles begann Der Bau des Casino-Geb\u00e4udes Das zweite Clubhaus Das 200-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um Das 225-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um Wie alles begann&#8230; Die Casino-Gesellschaft Oldenburg besteht seit mehr als 225 Jahren. 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